Ungarische Hochzeit

Operette in drei Akten von Nico Dostal, Text von Hermann Hermecke
uraufgeführt ?

Handlung:

Ungarn zur Regierungszeit Kaiserin Maria Theresias

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Im Schloß zu Preßburg treffen sich alle Beteiligten dieser "ungarischen Hochzeit", die höchst spektakulär verlaufen ist und warten auf die Audienz bei Kaiserin Maria Theresia, die höchstpersönlichdie Untersuchung leiten will.

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Im Audienzzimmer versucht die Monarchin, Klarheit in die verworrene Angelegenheit zu bringen, an der Graf Stefan Bardossy, der Obergespan von Hermannstadt, maßgeblich beteiligt war. Maria Theresia hegt keinen Zweifel, daß sein überregionaler Ruf als "Weiberheld" wohl begründet ist und in dieser Tatsache auch das Hauptübel zu suchen ist! Doch wer mit der heiligen Ehe seinen "Spott" treibt, hat mit entsprechender Strafe zu rechnen, da versteht die Kaiserin wirklich keinen Spaß. Kammerdiener Arpád Erdödy wird aufgefordert, den Hergang dieses skandalösen Falles zu schildern.

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Alles hat im Palais von Graf Stefan in Hermannstadt begonnen! Wieder einmal widmet sich der Obergespan einem amourösen Abenteuer und denkt nicht an seine Regierungsgeschäfte. Bei einem seiner galanten Soupers wird er mitten in der Nacht durch die Ankunft zweier kaiserlicher Kuriere aufgeschreckt, die im Namen Maria Theresias unverzüglich Aufklärung verlangen und über die unglaublichen Vorgänge in dem Dörfchen Popläka. Dorthin hat man junge Kolonisten angeworben, indem man ihnen außer Ackerland auch junge hübsche Frauen als Ehegattinnen versprochen hat. Als der dortige Stuhlrichter ihnen ausschlieBlich reifere Damen anbieten wollte, haben sich die Kolonisten beim Hof in Wien beschwert. Graf Stefan befiehlt den sofortigen Aufbruch nach Popláka. Da er allerdings sein nächtliches Souper ungestört fortsetzen will, beauftragt er seinen Kammerdiener Arpád, an seiner Stelle als Graf in Popláka nach dem Rechten zu sehen. Ihm zur Seite als Aufpasser reist der Cousin des Grafen, der Edle Deszö von Pötök.

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Die drohende Inspektion beunruhigt Herrn von Kismärty, den Stuhlrichter von Popláka, aufs äuBerste. Aber seine Frau Frusina greift zu einer List: Sie hat die schönsten Mädchen der Gegend bestellt, die sie dem Grafen zum Schein als Heiratskandidatinnen vorstellen möchte. Als Arpád, begleitet von Stefans Vetter Pötök, im Dorf eintrifft, wird er mit Jubel als Graf Bárdossy empfangen. Bald beginnt die schwierige Verhandlung mit dem Stuhlrichter und den Kolonisten, zu deren Sprecher sich - zu Arpáds Überraschung - der wirkliche Graf Stefan macht. Er ist heimlich hier angekommen und gibt sich als Kolonist aus, um die Wahrheit über die dörflichen Vorgänge zu ergründen. Zur Brautwahl hat sich auch Janka, die Tochter des Stuhlrichters, eingefunden. Sie muB sich ebenfalls auf Arpáds GeheiB für einen der Kolonisten entscheiden, und ihre Wahl fällt auf den vermeintlichen Hans, der in Wahrheit Graf Stefan ist. Arpád verspricht sich ein Abenteuer mit der hübschen Etelka, die sich zu "Höherem" berufen fühlt und kategorisch auf einer Heirat besteht. SchlieBlich ordnet Arpád die Massenhochzeit schon für den nächsten Morgen an.

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Frusina möchte die Heirat ihrer Janka mit dem armen Kolonisten verhindern. Als sie allerdings von Pötök unter dem Siegel der Verschwiegenheit erfährt, daB dieser Kolonist in Wirklichkeit der echte Graf Stefan ist, tut sie alles, um die bevorstehende Hochzeit noch zu beschleunigen. Noch vor der Hochzeit erfährt Janka die wahre Identität ihres Kolonisten. Janka glaubt, nur ein weiteres Opfer der Abenteuerlust des Grafen geworden zu sein und beschlieBt, dem verhaßten Frauenjäger dieses grausame "Possenspiel" zu vergelten. Dennoch hofft Stefan, daB sich sein "Märchentraum der Liebe" noch erfüllen wird.

6. Bild Die Kaiserin läßt Gnade vor Recht ergehen und erklärt die geschlossenen Ehen für ungültig - bis auf zwei: Etelka bleibt bei ihrem Arpád und Graf Stefan bei Jona. Aber Maria Theresia ist wohl über ihren leichtlebigen Obergespan weniger erzürnt, als es anfänglich scheint. Auch Stefans Ehe kann aufgehoben werden, wenn er eine andere findet, die ihn liebt. Und die findet sich natürlich: Janka.

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